Bemerkenswerte Karriere

Zu den bekanntesten Tenören der Welt gehört ohne Zweifel auch Enrico Caruso. 1873 in Neapel geboren, wurde ihm seine spätere Karriere jedoch zunächst nicht in die Wiege gelegt. Seine Eltern zählten zur Arbeiterschaft und so musste auch der kleine Enrico damals bereits früh in einer Fabrik schuften, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Allerdings bestand seine Mutter darauf, dass er im Alter von etwa zehn Jahren den Kirchenchorgesang erlernte.

1895 dann stand Enrico Caruso zum ersten Mal in Neapel auf einer großen Bühne, was sein Leben nachdrücklich verändern sollte. Bereits um 1900 war er zum internationalen Star avanciert. Es kam zu Auftritten an der Mailänder Scala, aber auch in Buenos Aires feierte er Erfolge. Den Höhepunkt seiner Laufbahn stellte jedoch die Verbindung zur Met in New York dar. Der Ausnahmetenor nahm hier an über sechshundert Aufführungen teil.

Erste Grammophonaufnahmen

Unweigerlich ist der Name Caruso jedoch auch mit den ersten Grammophonaufnahmen der Geschichte verbunden. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts sang er einige Titel, die so in die Häuser vieler Menschen gelangten. Nahezu fünfhundert Aufnahmen sollten es bis 1920 werden, die den Tenor noch berühmter machten.

Sein schlechter Gesundheitszustand war dafür verantwortlich, dass Caruso am Heiligen Abend 1920 seinen letzten Auftritt in der New Yorker Met hatte. Nur einen Tag später brach er zusammen und erholte sich nicht mehr. Auch die Reise in sein geliebtes Neapel konnte nur kurzfristige Linderung schaffen. Im August 1921 verstarb Caruso, dessen außergewöhnliche Stimme jedoch immer noch für viele seiner Anhänger eine große Bedeutung hat.


12. 7. 09
Pavarotti & Caruso
Das Wiki über Operntenöre umfasst nun auch die bekannten italienischen Größen Pavarotti und Caruso.
21. 1. 09
Wiki geht online
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„Er [Caruso] singt die Psyche der Melodie.“ - Richard Strauss

„Man wird ja nicht umsonst ausgepfiffen. Man darf dem Publikum nicht die Gelegenheit dazu bieten, sonst nutzt es sie natürlich.“
- Luciano Pavarotti